Corona-Impfung: Fast 400 Seniorinnen und Senioren haben Informationsbedarf

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Corona-Impfung: Fast 400 Seniorinnen und Senioren haben Informationsbedarf

In den vergangenen Tagen sind weit mehr als 350 Anrufe und knapp 20 E-Mails bei Gisela Maas, Horst Petersmann und Friedrich Prasse eingegangen. Die Mitglieder des Barsinghäuser Seniorenrates stehen den Bürgerinnen und Bürgern ab 80 Jahren seit acht Tagen bei Fragen rund um das Thema Corona-Impfung Rede und Antwort. Nach Angaben von Gisela Maas ist die schlechte Erreichbarkeit der Hotline zur Terminvereinbarung im Impfzentrum auf dem Messegelände das Hauptthema.

Gisela Maas © Stadt BarsinghausenWie die Helferin weiter ausführt stellt sich für viele Seniorinnen und Senioren auch die Frage, wie sie zu der Einrichtung in Laatzen kommen. Darüber hinaus drehen sich viele Gespräche und E-Mails um das Thema Fahrtkostenerstattung, wie Gisela Maas weiter berichtet. Im Kern gehe es dabei oft um das Problem, dass der Hausarzt den älteren Menschen keine Transportbescheinigung ausstelle und die Betroffenen damit keinen Anspruch auf die Übernahme der Ausgaben durch die Krankenkasse haben. In solchen Fällen können die drei Helfer auch Kontakt zum Fahrdienst der Verkehrswacht der Region Hannover aufnehmen. Die Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Verkehrswacht stehen in Ausnahmesituationen für den Transport zum Impfzentrum auf dem Messegelände bereit.

Horst Petersmann © Stadt BarsinghausenIn einigen der Telefonate und E-Mails werde jedoch auch die bisweilen sehr begrenzte Mobilität angesprochen. So sei es für einige der Seniorinnen und Senioren aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen kaum oder nur unter erheblichen Mühen möglich, zum Impfzentrum in Laatzen zu kommen. Mitunter sei es für einige der Betroffenen nicht mehr möglich, die eigenen vier Wände zu verlassen, ergänzt sie.

„Mein persönliches Fazit ist: Die Impfbereitschaft ist hoch“, betont Gisela Maas. Leider sei bei ihr jedoch der Eindruck entstanden, dass die Beteiligten auf Landesebene und bei der Region es aufgrund der Komplexität der Aufgabe und der Kürze der Zeit nicht geschafft haben, für alle Schwierigkeiten eine Lösung zu finden. Gleichwohl wollen sie und ihre Mitstreiter auch weiterhin für die Seniorinnen und Senioren bei ihrem Weg zur Impfung zur Seite stehen. „Wir werden weiterhin versuchen, die Anrufer mit Rat und Tat und einem offenen Ohr zu unterstützen.“

Friedrich Prasse © Stadt BarsinghausenDie Seniorenratsmitglieder Gisela Maas, Horst Petersmann und Friedrich Prasse stehen montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr Hilfesuchenden zur Verfügung. Erreichbar ist Gisela Maas unter der Telefonnummer (05105) 5917667, Horst Petersmann unter (05105) 84184 und Friedrich Prasse unter 0177-9661439. Darüber hinaus können Fragen an das Trio auch über die E-Mail-Adresse seniorenrat-barsinghausen@web.de gestellt werden.

Viel Lob für das ehrenamtliche Engagement gibt es indessen von Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof und dem Ersten Stadtrat Dr. Thomas Wolf. „Die drei Helferinnen und Helfer des Seniorenrates entlasten natürlich das Rathaus in ganz enormer Weise. Aber vor allem bieten Sie den vielen älteren Menschen, die mit der Anmeldung im Impfzentrum nicht zurechtkommen, ein offenes Ohr“, dankte Dr. Thomas Wolf dem Trio. Henning Schünhof zeigte sich von den hohen Anrufzahlen und dem E-Mail-Aufkommen beeindruckt und würdigte den Einsatz als überaus vorbildlich.

Meldung vom 15.02.2021Letzte Aktualisierung: 17.02.2021