Corona-Impfung: Stadt verschickt Info-Briefe an Barsinghäuser Seniorinnen und Senioren

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Corona-Impfung: Stadt verschickt Info-Briefe an Barsinghäuser Seniorinnen und Senioren

Mehr als 3.000 Barsinghäuserinnen und Barsinghäuser werden in den kommenden Tagen Post von der Stadtverwaltung bekommen. Mit diesem Schreiben werden die Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre und älter sind, über die geplante Impfung gegen das Corona-Virus informiert. "Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen zahlreiche Anfragen zu den Impfungen auf dem Messegelände bekommen. In diesem Brief haben wir umfangreiche Informationen zusammengestellt, um möglichst alle Fragen der Seniorinnen und Senioren bereits im Vorfeld auszuräumen", umreißt Barsinghausens Erster Stadtrat Dr. Thomas Wolf den Inhalt des Schreibens.

Rathaus Frontalblick © Stadt BarsinghausenWie Bürgermeister Henning Schünhof betont, ist die Stadtverwaltung selbst nicht für die Vergabe der Termine zuständig. "Dies ist Aufgabe der Region Hannover als Infektionsschutzbehörde und Betreiber des Impfzentrums", hebt der Verwaltungschef hervor. Um den vollen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sicherzustellen, müssen die Seniorinnen und Senioren zweimal auf dem Messegelände vorstellig werden. Deshalb appelliert Henning Schünhof an die Barsinghäuserinnen und Barsinghäuser ab 80 Jahren, die vereinbarten Termine wahrzunehmen - auch um den Ablauf möglichst reibungslos zu gestalten.

Die Termine im Impfzentrum können die Seniorinnen und Senioren auf zwei Wegen vereinbaren: Unter der Telefonnummer 0800-9988665 stehen rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialministeriums dazu zur Verfügung. Wie das Ministerium mitteilt, führen sie die Anrufer Schritt für Schritt durch den Buchungsprozess. Außerdem können die Impfberechtigten im Internet unter der Adresse www.impfportal-niedersachsen.de selbstständig Termine buchen. Wie das Ministerium mitteilt, rechnen die Verantwortlichen allerdings damit, dass innerhalb weniger Tage Wartelisten entstehen.

"Wir zeigen den Seniorinnen und Senioren in unserem Brief beispielsweise die Hilfsmöglichkeiten auf, wie sie zum Messegelände kommen können, wenn sie selbst nicht mehr so mobil sind und kein Angehöriger oder Bekannter für die Fahrt nach Laatzen zur Verfügung steht", ergänzt die Leiterin des Bürgeramtes, Susanne Zeitz. So können die Betroffenen beispielsweise auf der Grundlage einer entsprechenden Transportbescheinigung des Hausarztes auf die Dienste eines Taxisunternehmens zurückgreifen. Die Kosten werden der Bürgeramtsleiterin zufolge dann von der jeweiligen Krankenkasse übernommen. "Dazu haben wir in den Brief alle notwendigen Informationen zusammengestellt."

Für Notfälle haben die Verkehrswacht der Region Hannover und der Seniorenrat der Stadt Barsinghausen bereits ihre Unterstützung angeboten. "Wir sind sehr froh darüber, dass deren Mitglieder uns in dieser logistisch herausfordernden Lage sofort Hilfe angeboten haben. In Ausnahmesituation organisiert die Verkehrswacht einen Fahrdienst zum Impfzentrum", betont der Erste Stadtrat. Zugleich weist er darauf hin, dass auf dieses Angebot nur in besonderen Fällen zurückgegriffen werden soll - auch um die Mitglieder der Verkehrswacht so gut wie möglich vor einer Infektion mit dem Virus zu schützen.

Die Seniorenratsmitglieder Gisela Maas, Horst Petersmann und Friedrich Prasse übernehmen indes die Koordinierung dieses Fahrdienstes. Montags bis freitags stehen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr Gisela Maas unter der Telefonnummer (05105) 5917667, Horst Petersmann unter (05105) 84184 und Friedrich Prasse unter 0177-9661439 zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Trio auch per E-Mail unter der Adresse seniorenrat-barsinghausen@web.de erreichbar.

Im Gegensatz zu anderen Kommunen greift die Barsinghäuser Stadtverwaltung nicht auf den Einsatz von Großraumtaxis und gemieteten Bussen zurück. "Aus unserer Sicht ist die Gefahr einer Ansteckung auf diesem Wege zu groß", unterstreichen die Verantwortlichen. Da die Termine für die Impfungen zudem von der Region Hannover als Betreiber der Einrichtung auf dem Messegelände vergeben werden, wäre eine Koordinierung der Termine auch kaum darstellbar für die Stadtverwaltung und ihre Unterstützer. "Da es die Kostenübernahme durch die Krankenkasse und in besonderen Situationen auch den Fahrdienst der Verkehrswacht gibt, sind wir sicher, dass alle Barsinghäuser Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit haben, zum Messegelände und damit zur Impfung zu kommen", sagt Dr. Thomas Wolf abschließend.

Meldung vom 02.02.2021