Großtagespflege „Småland“ eröffnet

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Großtagespflege „Småland“ eröffnet

Einrichtung fungiert als Vertretungsstation

Die zehnte Großtagespflege in Barsinghausen hat jetzt ihren Betrieb aufgenommen. Im „Småland“ in der Landstraße in Kirchdorf werden fortan von Kathrin Jäger und Jennifer Simon fünf Mädchen und Jungen fest betreut. Zudem gibt es fünf weitere Betreuungsplätze. „Wenn eine Tagesmutter oder ein Tagesvater in Barsinghausen ausfällt, haben wir so die Möglichkeit, die ganze Gruppe dort in Vertretung unterzubringen“, beschreibt Mariela Chiarelli aus dem Kinderbetreuungsamt das neue Konzept.

Freuen sich über die Eröffnung der Vertretungsstation: Jennifer Simon und Kathrin Jäger, Barsinghausens Erster Stadtrat Dr. Thomas Wolf, der stellvertretende Bürgermeister Dr. Max Matthiesen und Julia Lepzien-Tebbeb von der Region Hannover. © Stadt BarsinghausenBisher habe die Stadtverwaltung den Eltern nur vereinzelt Vertretungsplätze bei anderen Tagespflegepersonen anbieten können, sodass die Kinder bei Krankheit ihrer Tagesmutter immer allein zu einer fremden Person mussten, so Mariela Chiarelli weiter. 

„Mit Einrichtung dieser Vertretungsmöglichkeit wurden eine kontinuierliche und verlässliche Betreuung in der Kindertagespflege geschaffen und die Qualität dieser Betreuungsform so weiter verbessert“, freut sich Barsinghausens Erster Stadtrat Dr. Thomas Wolf. Angesichts dessen, dass insgesamt 25 einzelne Tagespflegepersonen in Barsinghausen tätig seien, sei das jetzt entwickelte Konzept die logische Konsequenz gewesen. Die Vertretungsstation kann bereits im Vorfeld einer Vertretung von den Tagespflegepersonen und den Kindern besucht werden, wie Mariela Chiarelli ausführt. Ziel sei es, dass sich die Bewohner des „Smålandes“ und ihre Besucher kennen lernen. 

Die Vertretungsstation ist nach Angaben von Barsinghausens Erstem Stadtrat Dr. Thomas Wolf einzigartig in der Region. „In Sachen Großtagespflege sind wir eine Vorzeigekommune“, erklärt er stolz, da die Tagespflegepersonen eine umfangreiche und vielfältige Unterstützung bekommen. Zugleich verwies er darauf, dass Rat und Verwaltung dabei an einem Strang ziehen. „Wir stoßen mit unseren Ideen in diesem Bereich bei den Politikerinnen und Politikern immer auf eine große positive Resonanz und werden bei den Projekten unterstützt“, so Dr. Thomas Wolf. 

Die beiden Betreiberinnen des „Smålandes“, Kathrin Jäger und Jennifer Simon, kennen sich bereits seit Längerem aus ihrer gemeinsamen Arbeit in einem Kindergarten. „Die familiäre Atmosphäre und die kleinen Gruppen waren ausschlaggebend für die Entscheidung, zu zweit einen neuen Weg einzuschlagen“, blickt Kathrin Jäger auf ihren Weg in die Selbstständigkeit zurück. „Auch das geplante neue Projekt einer Vertretungsstation war für uns spannend und eine neue Herausforderung“, ergänzt Jennifer Simon. 

Die Namensgebung der Großtagespflege „Småland“ erfolgte in Anlehnung an das skandinavische Bildungskonzept, indem unter anderem die soziale Teilhabe eine große Rolle spielt. „Bei uns sollen sich Kinder und Eltern wohl fühlen und sich wertschätzend gegenübertreten“, erklärt Jennifer Simon. Ebenso möchten sie und ihre Kollegin die Entdeckerfreude der Kinder wecken und ihnen die Möglichkeit bieten, ihren Tag aktiv mit zu gestalten. „Die Kinder dürfen und sollen sich ausprobieren, Erfahrungen im Umgang mit der Natur und Miteinander sammeln. Frei nach einem Zitat der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren: Sei frech wild und wunderbar!“ 

Der Bürgermeister Marc Lahmann und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kinderbetreuungsamt heben hervor, dass die Tagespflege in Barsinghausen ein wichtiges Element der Betreuungslandschaft geworden ist. „In den letzten zwei Jahren ist die Kindertagespflege in Barsinghausen stetig gewachsen. So dass wir hier inzwischen circa 190 Betreuungsplätze anbieten“, berichtet der Verwaltungschef. „Wurden in 2018 noch 3900 Stunden pro Woche in der Kindertagespflege betreut, so sind es inzwischen 5730 Stunden pro Woche.“

Meldung vom 26.10.2020Letzte Aktualisierung: 27.10.2020