Wohngeld

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Allgemeine Informationen

Wohngeld (Miet- und Lastenzuschuss), Allgemein

 

Wohngeld wird als Zuschuss zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens zu den Aufwendungen für den Wohnraum geleistet. Wenn Sie Wohngeld erhalten möchten, müssen Sie einen Antrag stellen. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie im Fachbereich Soziales, Bereich Wohngeld oder hier.

Der Wohngeldanspruch beginnt am Ersten des Monats, in dem der Antrag gestellt worden ist, es sei denn, dass die Voraussetzungen erst in einem späteren Monat eintreten. Stellen Sie Ihren Antrag deshalb bitte rechtzeitig. Nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes, der in der Regel zwölf Monate andauert, kann ein Weiterleistungsantrag gestellt werden. Wir empfehlen, diesen zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums zu stellen, damit die Wohngeldzahlungen möglichst nicht unterbrochen werden. Wenn sich die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu Ihren Ungunsten geändert haben, z.B. im Falle einer Mieterhöhung oder einer Einkommensverringerung um mehr als 15 %, können Sie während der Dauer des laufenden Wohngeldbezuges einen Erhöhungsantrag zu stellen. Wer Wohngeld erhält, ist verpflichtet die Wohngeldstelle zu unterrichten, wenn sich die Verhältnisse zu seinen Gunsten geändert haben, z.B. das Einkommen sich um mehr als 15 % erhöht hat oder die Wohnung, für die das Wohngeld geleistet wird, aufgegeben wird. Dies gilt auch, wenn der neue Wohnraum teurer als der aufgegebene ist. Wohngeld wird als Mietzuschuss oder Lastenzuschuss gewährt. Welche Leistung Sie beantragen müssen, richtet sich nach dem Wohnraum den Sie bewohnen. Dazu gibt es verschiedene Antragsformulare.

Mietzuschuss können erhalten:

  • Mieter/innen von Wohnraum
  • Nutzungsberechtigte von Wohnraum
  • Bewohner/innen von Wohnraum im eigenem Haus (Eigentümer/innen eines Mehrfamilienhauses mit mehr als zwei Wohnungen)
  • Bewohner/innen eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes

Lastenzuschuss können erhalten:

  • Eigentümer/innen von selbst genutztem Wohnraum, z.B. eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung
  • Erbbauberechtigte Personen
  • Inhaber/innen eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts, eines Wohnungsrechts oder eines Nießbrauchs


Unter bestimmten Voraussetzungen besteht ein gesetzlicher Ausschluss vom Wohngeld:

Vom Wohngeld ausgeschlossen sind Haushaltsmitglieder, die Empfänger/innen von

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Zuschüssen nach § 22 Abs. 7 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch,
  • Übergangsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes II nach dem Sechsten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Verletztengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes II nach dem Siebten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch,
  • ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt oder anderen Hilfen, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz,
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
  • Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch in Haushalten, zu denen ausschließlich Empfänger dieser Leistungen gehören,

sind, wenn bei der Berechnung dieser Leistungen Kosten der Unterkunft berücksichtigt wurden.

Zur Bedarfsgemeinschaft gehören

  • die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
  • die im Haushalt lebenden Eltern
  • der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils
  • der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
  • der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
  • eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft lebt
  • die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen oder seines Partners, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Die Höhe des Wohngeldanspruches (Miet- und Lastenzuschuss) richtet sich nach

  • der Anzahl der (nicht vom Wohngeld ausgeschlossenen) Haushaltsmitglieder
  • der Höhe der zu berücksichtigenden Miete (Mietzuschuss) oder Belastung (Lastenzuschuss)
  • dem Gesamteinkommen der (nicht vom Wohngeld ausgeschlossenen) Haushaltsmitglieder.

An wen muss ich mich wenden?

An die Wohngeldstelle Ihres Wohnortes

Welche Unterlagen werden benötigt?

Dem Antrag auf Miet- bzw. Lastenzuschuss müssen deshalb Nachweise über alle Einkünfte dieser Personen beigefügt werden. Weitere Hinweise dazu enthält ein Merkblatt, das Sie zusammen mit dem Antragsformular erhalten. Hier einige Beispiele:

  • aktuelle Rentenbescheide
  • Bescheide von der Arbeitsagentur über Arbeitslosengeld
  • Verdienstabrechnungen der 12 Monate vor dem Antragsmonat oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers auf dem amtlichen Formular (erhalten Sie von der Wohngeldstelle)
  • Bescheinigung der Krankenkasse über Krankengeld
  • Bescheinigung über Unterhaltszahlungen
  • Einkommensteuererklärung oder -bescheid

Als Unterlagen für Ihre zu zahlende Miete bzw. zu zahlende Belastung sind beizufügen:

Mietzuschuss:

  • Mietvertrag
  • Nachweis über die aktuelle Höhe und Zusammensetzung der Miete
  • Letzte Nebenkostenabrechnung

Lastenzuschuss:

  • Eigentumsnachweis (Grundbuchauszug, Kaufvertrag)
  • Wohnflächenberechnung
  • Nachweise über Belastungen aus dem Kapitaldienst (Hypotheken, Bauspardarlehen, usw.)
  • Grundsteuerbescheid,

Hausgeldabrechnung, Wirtschaftsplan

Was sollte ich sonst noch wissen?

Ausführliche Informationen finden Sie in der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter "Wohngeld - Ratschläge und Hinweise" veröffentlichten Internetseite.

Bemerkungen

Besonderheiten: Bei der Berechnung der Wohngeldhöhe könnte sich ein höherer Anspruch ergeben, wenn Sie uns folgende Nachweise beifügen (nur für nicht vom Wohngeld ausgeschlossene Haushaltsmitglieder):

  • Laufende freiwillige Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen, die der Zweckbestimmung der Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oder zur gesetzlichen Rentenversicherung entsprechen
  • Grad der Behinderung von 100 oder weniger als 100, wenn zusätzlich häusliche Pflegebedürftigkeit im Sinne von § 14 des Elften Buches Sozialgesetzbuch (Pflegegeld) festgestellt worden ist
  • Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen

Hinweis: Von der Abgabe des Wohngeldantrages bis zur Wohngeldbescheiderteilung sind Sie verpflichtet, alle Änderungen in Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Wohngeldbehörde bekannt zu geben. Diese Mitteilungsverpflichtung erstreckt sich auch über den Tag der Wohngeldbescheiderteilung hinaus. Darauf werden Sie im Wohngeldbescheid nochmals ausführlich hingewiesen.

Ansprechpartner/in

 Standort

Frau Gabriele Dahle
Deisterplatz
30890 Barsinghausen
E-Mail: info@stadt-barsinghausen.de
Telefon: 05105 774-2280
Telefax: 05105 774-92280

Öffnungszeiten:
Die Stadtverwaltung erreichen Sie nach Vereinbarung eines Termins. So ist gewährleistet, dass Sie Ihren Ansprechpartner immer ohne Wartezeiten erreichen.



 Standort

Frau Bianca Kramer
Deisterplatz
30890 Barsinghausen
E-Mail: info@stadt-barsinghausen.de
Telefon: 05105 774-2319
Telefax: 05105 774-92319

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